Die wichtigsten Fragen, die du dir vor jedem digitalen Projekt stellen solltest. Du musst kein Technikprofi sein, um gute digitale Entscheidungen zu treffen. Du musst die richtigen Fragen stellen. In diesem Artikel erfährst du, worauf es wirklich ankommt, wenn du ohne tiefes Technikverständnis digitale Projekte planst, bewertest und verantwortest.
Warum du als Geschäftsführer keine Technik verstehen musst, um richtig zu entscheiden
Als Geschäftsführer oder Führungskraft entscheidest du über Investitionen, Prioritäten und Risiken. Trotzdem entsteht häufig das Gefühl, technische Details verstehen zu müssen, um digitale Projekte sicher zu steuern. Genau hier beginnt Unsicherheit.
Du musst keine Programmiersprachen kennen und keine Systeme konfigurieren. Deine Aufgabe ist es, Wirkung, Risiko und Wirtschaftlichkeit zu bewerten. Technik ist ein operatives Mittel zur Umsetzung unternehmerischer Ziele. Wenn du dich in technischen Details verlierst, gibst du unbewusst die strategische Steuerung ab. Wenn du stattdessen klare Anforderungen definierst, Zielbilder formulierst und Abhängigkeiten hinterfragst, behältst du die Kontrolle. Auch ohne IT-Hintergrund.
Frage 1: Welches konkrete Problem soll gelöst werden?
Viele digitale Projekte starten mit einer Lösungsidee statt mit einem klar definierten Problem. Du führst kein Tool ein, um modern zu wirken. Du startest ein digitales Projekt, um ein konkretes unternehmerisches Problem zu lösen.
Beispiele:
- Prozesse kosten zu viel Zeit
- Informationen sind verstreut
- Kunden springen ab
- Interne Abläufe sind fehleranfällig
Tipp: Formuliere das Problem in einem Satz. Ohne Lösung, ohne Tool. Nur das Problem.
Frage 2: Woran misst du den Erfolg deiner digitalen Entscheidung?
Ohne klare Erfolgskriterien triffst du Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Lege vorab fest, woran du Erfolg misst.
Beispiele:
- weniger manuelle Arbeit pro Woche
- schnellere Reaktionszeiten
- bessere Übersicht über Daten
- geringere Fehlerquote
Erfolg messbar zu machen, schützt dich vor endlosen Nachbesserungen und Diskussionen.
Frage 3: Wer arbeitet später täglich mit der Lösung?
Entscheidungen werden oft von Personen getroffen, die das System später nicht nutzen. Das führt fast immer zu Akzeptanzproblemen.
Frage dich:
- Wer nutzt die Lösung täglich
- Wie technisch versiert sind diese Personen
- Wie viel Zeit haben sie für Einarbeitung
Eine funktionierende digitale Lösung passt zur Organisation, nicht umgekehrt.
Frage 4: Wie wartungsarm ist die Lösung wirklich?
Viele Lösungen sehen am Anfang einfach aus und werden im Alltag komplex. Frage konkret:
- Wer kümmert sich um Updates
- Was passiert bei Fehlern
- Wie viel interne Zeit wird benötigt
Digitale Projekte müssen deinen Alltag vereinfachen, nicht neue Abhängigkeiten schaffen.
Frage 5: Ist die Entscheidung langfristig tragfähig?
Technologie entwickelt sich weiter. Dein Unternehmen auch. Deshalb musst du jede digitale Entscheidung mit Blick auf die nächsten Jahre bewerten.
Eine tragfähige Entscheidung:
- ist nachvollziehbar dokumentiert
- basiert auf klaren strategischen Zielen
- lässt Weiterentwicklung zu
- verursacht keine unnötigen strukturellen Abhängigkeiten
Gute Entscheidungen entstehen durch Struktur, nicht durch Technik
Du brauchst kein Technikverständnis, um digitale Projekte erfolgreich zu steuern. Du brauchst eine klare Entscheidungslogik, transparente Kriterien und einen strukturierten Bewertungsprozess. In der Praxis zeigt sich: Nicht fehlendes IT Wissen ist das Problem, sondern fehlende Klarheit in der Vorbereitung.
Strategischen Austausch starten
Als Dienstleister für digitale Transformation unterstützen wir Unternehmen dabei, Anforderungen präzise zu formulieren, Risiken früh sichtbar zu machen und Handlungsoptionen realistisch zu bewerten. Es geht nicht darum, Projekte möglichst schnell umzusetzen. Es geht darum, tragfähige Grundlagen zu schaffen, auf denen digitale Strukturen wachsen können. Mit unternehmerischem Verständnis und dem Anspruch, dass deine digitalen Entscheidungen auch in mehreren Jahren noch Bestand haben.
Wenn du für deine digitalen Vorhaben nicht nur jemanden suchst, der Anforderungen umsetzt, sondern einen Partner, der dir von Anfang an hilft, die richtigen Fragen zu stellen und fundierte digitale Entscheidungen vorzubereiten, dann sprich mit uns. Ein strukturiertes Erstgespräch bringt oft mehr Orientierung als die nächste Software-Demo.
